
Ein tolles Ergebnis brachten die Schwimmerinnen vom SV Rheine am letzten Sonntag mit nach Hause. Die 1. Damen-Mannschaft startete am Sonntag in Gladbeck in der Landesliga bei der DMS (Deutschen Mannschafts-Schwimmen). 10 Mannschaften schwimmen hier die Absteiger bzw. Aufsteiger an 2 Orten (5 Mannschaften in Gladbeck und 5 Mannschaften in Oberhausen) aus. Nach dem die SV Mannschaft im letzten Jahr knapp aufgestiegen war, standen die Schwimmerinnen vor der großen Hürde, den Klassenerhalt zu sichern.
Geschwommen wird bei der DMS in 2 Abschnitten. Jede Lage/Strecke (außer 800 und 1500 Meter Freistil) werden zweimal von unterschiedlichen Schwimmerinnen geschwommen. Inclusive eines Nachschwimmens darf jede Schwimmerin nur maximal 5-mal starten. Die Zeiten werden in Punkte umgerechnet und am Ende werden die Punkte aller Schwimmerinnen addiert und ergeben somit den Gesamtplatz. Das Alter der Schwimmerinnen ist hierbei unerheblich. Teilweise geht es auch am Start um „Alt“ gegen „Jung“.
Der SV Rheine ging mit Kim Ewering, Lilia Fedorov, Lina Göbl, Amelie Heckmann, Carlotta Jarick, Jule Langhans, Rieke Löchte, Nea Reinwardt und Katharina Sandmann ins Wasser. Innerhalb von ca. 4 Stunden mussten diese 9 Schwimmerinnen 3- bis 5-mal starten. Für manche war es ein Mamut-Programm (von der Streckenlänge) für andere auch ein Sprintprogramm. Es ist immer wichtig, die Schwimmerinnen so aufzustellen, dass die höchstmögliche Punktzahl erreicht wird, so Trainer Uwe Ewering. Am Ende zählt die Mannschaftsleistung und das alle auf dem Punkt Fit sind – trotz der Weihnachtsferien und dadurch dem reduzierten Training.
Kim Ewering war eine mit einem Mamut-Programm. Sie ging über 800 Meter Freistil, 200 Meter Schmetterling, 100 Meter Schmetterling und 400 Meter Freistil auf den Startblock. Am Ende brachte sie 2 persönliche Bestzeiten über jeweils Schmetterling und 2 Saisonbestleistungen über Freistil ins Ziel. Für Lilia Fedorov war die Mittelstrecke über 200 Meter Freistil und Lagen, 50 Meter Freistil und 100 Meter Freistil vorgesehen. Sie machte einen Super Job und brachte ihre Meldezeiten und auch 3 Bestzeiten ins Ziel. Noch besser war Lina Göbl im Wasser. Als Sprinterin schaffte sie 2 Vereinsrekorde über 100 Meter Lagen und 50 Meter Brust. Auch die weiteren Strecken über 50 Meter Freistil, Schmetterling und Rücken kamen teilweise als Bestzeiten ins Protokoll. Für Amelie Heckmann war es solider Tag. Über die 100 und 200 Meter Rücken blieb sie leicht über ihre Meldezeit. Dafür konnte sie die 1500 Meter Freistil in einer neuen Saisonbestleistung absolvieren. Das nächste Programm hatte es auch in sich. So schwamm Carlotta Jarick über 200 Meter Lagen, 400 Meter Freistil, 200 Meter Freistil und 400 Meter Lagen. Sie erreichte im Durchschnitt ihre Leistungen vollkommen – blieb mal etwas über der Meldezeit und kam auch mit neuer Saisonbestzeit ins Ziel. Auch Jule Langhans konnte insbesondere über 100 und 200 Meter Brust ihre Meldezeiten erreichen. Über die 400 Meter Lagen büßte sie etwas Zeit ein. Bestzeiten gab es auch für Rieke Löchte über die 50, 100 und 200 Meter Schmetterling und 100 Meter Lagen. Daneben war sie auch top unterwegs über 100 Meter Freistil. Recht solide war der Sonntag für Nea Reinwardt. Über ihre Lieblingslage Rücken ging sie über 50, 100 und 200 Meter an den Start. Hier kam sie fast immer an ihre Bestzeiten ran. Einen Vereinsrekord gab es noch für Katharina Sandmann. Die Brust-Spezialistin schwamm alle Bruststrecken (50, 100 und 200 Meter). Über 100 Meter Brust gelang ihr dann sogar der neue Vereinsrekord. Die 50 Meter Brust absolvierte sie in einer neuen persönlichen Bestzeit und über 200 Meter Brust lag sie knapp über der Meldezeit.
Am Ende zählt die Mannschaftsleistung. Hier erreichten die Schwimmerinnen vom SV Rheine mit 15181 Punkten – nicht nur 744 Punkte mehr als beim Aufstieg – sondern kamen nach der SG Mülheim (16623 Punkte), SG Siegen (15808 Punkte) und SC Herford (15261 Punkte) auf einen oberen Tabellenplatz (Platz 4). Damit ist der Verbleib in der Landesliga gesichert. Wenn man sich die Leistungssteigerung der Mannschaft ansieht, die im letzten Jahr fast auch schon in dieser Formation geschwommen ist, dann freut man sich schon auf das nächste Jahr.
